Zukunft der Wirtschaft mit Corona: Beschäftigungssicherung ist mehr als Kurzarbeit

Zukunft der Wirtschaft mit Corona: Beschäftigungssicherung ist mehr als Kurzarbeit

Zukunft der Wirtschaft mit Corona: Beschäftigungssicherung ist mehr als Kurzarbeit

 

Verlängerter Lockdown, schärfere Kontakt-Beschränkungen, Ausgangssperren, geschlossene Schulen und Kitas: Zum Jahresstart hat die Politik die Zügel kräftig angezogen. Gleichzeitig macht sich in den Unternehmen weiter Unsicherheit breit: Die finanziellen Beihilfen tragen nicht über lange Zeiträume und die gesamte wirtschaftliche Entwicklung ist schwer überschaubar.

Für viele Unternehmen steht Beschäftigungssicherung in diesem Januar an erster Stelle. Sowohl in Geschäftsführungen als auch in Belegschaften machen sich Sorgen breit, dass Milliarden Euro an Hilfen allein nicht ausreichen, um die Wirtschaft zu retten. Nach Monaten der Kurzarbeit und aufgrund der Frustration von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, mit dem Thema COVID-19 konfrontiert zu werden, gilt es klare Perspektiven zur Bewältigung der Corona-Krise aufzuzeigen.

 


Transformation klappt nicht ohne die Belegschaft. Damit Mitarbeiter*innen die technischen Veränderungen umsetzen und eigenverantwortlich vorantreiben können, bilden wir sie zu Transformationslotsen aus.


 

Wenn es in den leitenden Positionen der Unternehmen gelingt, Maßnahmen zu etablieren, die die Folgen der Corona-Krise abmildern, dann unterstützt es die von Kurzarbeit betroffenen Mitarbeiter sogar noch besser, als eine der äußeren Logik folgenden Investitionsinitiative der deutschen Politik. Doch welche Änderung muss in diesen Wochen intern eintreten, damit neben Kurzarbeit und Einsparungen wieder Motivation und Wertschöpfung tritt?

 

Wir zeigen Ihnen Strategien, wie Sie in Ihrer Firma weiterhin für Wachstum sorgen können.

Die Weiterbildungsstrategie

Eine Erfahrung aus der damaligen Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2008 ist, dass Unternehmen, die es damals geschafft haben, ihre Mitarbeitenden zu halten und in der Zeit Qualifizierungsmaßnahmen umzusetzten, zum Teil sogar gestärkt aus der Krise hervorgegangen sind. Und heute müssen die Unternehmen das nicht mehr allein stemmen: So hat sich die öffentliche Förderung von Weiterbildung durch die Bundesagentur für Arbeit entscheidend verändert:

„Die Digitalisierung und der demographische Wandel beschleunigen die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt. In vielen Unternehmen werden Digitalisierungsprozesse bereits kontinuierlich vorangetrieben, andere Betriebe müssen noch aktiver werden, um wettbewerbsfähig zu bleiben.  Beschäftigte sollten sich weiterbilden, um besser mit den Anforderungen in Zukunft umgehen zu können. Dabei können die Agenturen für Arbeit und Jobcenter unterstützen. Auch die Zeit der Kurzarbeit kann für Qualifizierung genutzt werden. Mit dem Beschäftigungssicherungsgesetz werden die Regelungen dafür einfacher gestaltet.  Arbeitgeber können beispielsweise bei einer Verbindung von Kurzarbeit und Qualifizierung die Sozialbeiträge zu 100 Prozent erstattet bekommen. Mit gezielter Weiterbildung schaffen Unternehmen zudem gute Voraussetzungen für den Neustart nach der Krise.“ Johannes Pfeiffer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit

Qualifizierung senkt auch die Nettokosten der Kurzarbeit

Wirtschaft und Corona. Symbolbild für den Versuch, etwas Großes (ein Flugzeug) mit zwei Fingern zu fassenEine Kombination von Kurzarbeit und Qualifizierung ist jedoch nicht nur aufgrund des starken Wandels von Wirtschaft und Arbeitsmarkt ratsam. Weiterbildung führt über höhere Beschäftigungsquoten und Produktivität zu fiskalischen Rückflüssen. Die Nettoerträge, die über die Kompensation der Kosten für die Weiterbildungen hinausgehen, könnten bei etwa 80 Prozent der erhöhten Kosten verlängerter Kurzarbeit liegen.
Quelle: IAB

Die Digitalisierungsstrategie

Die Corona-Pandemie hat der Digitalisierung in Deutschland einen Schub verliehen. Nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft sind einige Unternehmen allerdings besonders weit digitalisiert und andere schöpfen das Potenzial noch nicht vollständig aus. Besonders innovative, digitale Produkte, aber auch überdurchschnittlich viele digitale Geschäftsmodelle findet man in der Informations- und Kommunikationsbranche, Bereiche des produzierenden Gewerbes schneiden in der Gesamtbetrachtung allerdings noch schlechter ab.
Sie führen ein Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe? An diesen Eckpunkten können Sie intern feilen:

  • Digitale Vernetzung: Unternehmen, die ihre Prozesse extern mit anderen Firmen digital vernetzen, arbeiten im Marktumfeld oft einen Innovationsvorsprung heraus.
  • Produkte: Wer keine rein digitalen Produkte vermarktet, kann sie zumindest mit digitalen Komponeneten anreichern. Das erhöht im Dreiklang die Zahl potenzieller Käufer, die Attraktivität Ihrer Produkte und somit den möglichen Umsatz.
  • Digitale Absatzkanäle: Firmen die einen Teil des Absatzes digital über eigene E-Commerce-Kanäle steuern oder die Online-Marktplätze Dritter clever nutzen, schalten vom Rückgang des eigenes Umsatzes in den Vorwärtsgang.

Zukunft der Wirtschaft mit Corona: Beschäftigungssicherung ist mehr als KurzarbeitNatürlich dürfen Sie den politischen Rahmen nicht außen vor lassen: Ob ein Unternehmen besonders weit digitalisiert ist, hängt auch entscheidend davon ab, wo es sich angesiedelt hat und wie gut beispielsweise die technische Infrastruktur vor Ort ist.

Einen Fahrplan, wo Unternehmen bis März/April 2021 ansetzen sollten, um wieder in den Wachstumskurs zu kommen, bietet der Digitalisierungsindex des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln.

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Miltiadis Fragkidis on Unsplash
nvodicka on https://pixabay.com

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