Video: Interview mit Florian Bernschneider und Cordula Miosga, AGV Braunschweig

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Neue Lernkultur, verändertes Führungsverständnis

Aktuell erleben wir einen grundlegenden Wandel unserer Arbeitswelt. Berufsbilder verändern sich rasant und es entstehen ganz neue. “Doch gerade in der Corona-Krise erleben wir, wie wenig unser Bildungssystem diesem Wandel gerecht wird. Dabei ist die technische, digitale Unfähigkeit unseres Bildungswesens nur ein Aspekt”, sagt Florian Bernschneider, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes (AGV) Region Braunschweig. Ein provokantes Interview, das den Finger in die Wunde legt, damit aber motivieren will –  interdisziplinär zu denken und mutig zu sein, Dinge fernab der liebgewonnenen Standards und Normen hemdsärmelig anzupacken.

Gleichzeitig wirft Geschäftsführerin Cordula Miosga vom AGV Braunschweig einen kritischen Blick auf die Führungskräfte in unserer Zeit. Sie meint, dass sich das Führungsverständnis dringend ändern muss und erklärt, weshalb Vertrauen die Grundlage für Produktivität ist.

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„Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“ – Dieses Bonmot prägte Helmut Schmidt im Jahr 1980. Und lange Zeit mag dies auch der richtige Weg gewesen sein; doch für ein heutiges Führungsverständnis sind Visionen geradezu ein Muss. In Organisationen wie kleinen und mittelständischen Unternehmen, die sich eine hohe Anpassungsfähigkeit an neue Marktanforderungen aneignen, ist die alte fachliche und disziplinarische Führung zunehmend passé.

Denn eine verstaubte Kultur von Kontrolle und Absicherung lässt eine Verantwortungsübernahme durch die Teams kaum möglich werden. In Wettbewerbssituationen von heute reicht es oft nicht, wenn ein Entscheidungsweg erst morgen eingeschlagen wird. Das heißt für Führungskräfte, fachliche Entscheidungen zwar weiterhin zu verantworten, Menschen aber professionell so zu führen, dass sie ihre Gestaltungsspielräume im unternehmerischen Sinn eigenverantwortlich nutzen.

Auf diese Weise werden Mitdenken und aktive Gestaltung der Mitarbeiterinnen und Mitarbei-ter zum Wettbewerbsvorteil einer Organisation. Dazu werden sie von Führungskräften inspiriert – wenn diese es schaffen, einen Weg in die Zukunft zu zeichnen, dem es sich lohnt zu folgen. Und noch viel mehr sogar, wenn dieser Weg sich mit den Werten der Mitarbeitenden deckt.

Woher aber wissen Führungskräfte, wie sie eine Vision bestmöglich aufzeigen? Ganz einfach durch eine Lernkultur, die Feedback in den Teams ermöglicht und die „Einweg-Kommunikation“ von Führungskräften hin zu Mitarbeitenden abschafft.

Über diese neue Lernkultur sprachen wir mit Florian Bernschneider, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Region Braunschweig, und der Geschäftsführerin Cordula Miosga.

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