Digitalisierungsstrategie entwickeln: Digital Scouts teilen Erfahrungen am Digitaltag

Beitragsbild Digitalisierungsstrategie

Digitalisierungsstrategie entwickeln: Digital Scouts teilen Erfahrungen am Digitaltag

Am 19. Juni 2020 beteiligt sich das BNW mit einem Webinar am ersten virtuellen deutschlandweiten Digitaltag. Digital Scouts erzählen hier vom ManKom-Projekt und ihren Erfahrungen mit dem Anstoßen einer Digitalisierungsstrategie.

 

Was steckt hinter dem Digitaltag?

Der Tag wurde von der Initiative „Digital für alle“ – ein Bündnis von mehr als 25 Organisationen aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft, Wohlfahrt und öffentliche Hand – ins Leben gerufen. Ziel ist es, sich über Digitalisierungsstrategien auszutauschen und die digitale Teilhabe in Deutschland zu vertiefen und zu verbessern.

Der Digitaltag soll am 19. Juni 2020 Menschen in ganz Deutschland virtuell zusammenbringen – neben der Website digitaltag.eu bietet der Hashtag #digitalmiteinander einen Orientierungspunkt für Interessierte. An diesem Tag werden verschiedene Aspekte der Digitalisierung beleuchtet, Chancen und Herausforderungen diskutiert und ein möglichst breiter gesellschaftlicher Dialog einer Digitalisierungsstrategie für Deutschland angestoßen.

Im Rahmen des Aktionstages wird die Digitalisierung in einer Vielzahl von Online-Formaten erlebbar. Das BNW bietet im Rahmen des Digitaltags von 11 bis 12 Uhr ein spannendes Webinar rund um das ManKom Projekt an. Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) wissen bereits, dass ihnen eine Digitalisierungsstrategie viele Möglichkeiten und Chancen bietet. KMU stoßen dabei allerdings wieder an ihre Grenzen, wenn sie versuchen, digitale Ideen umzusetzen. Zwar mag Fortschritt das Ziel sein, doch die dafür notwendige Veränderung kommt oft nur schleppend voran.

 

BNW mit Digital Scouts und ManKom-Projekt virtuell am Start

Erläuterung des Abschnitts: Wenige Firmen haben eine Digitalisierungsstrategie. Dargestellt anhand von Murmeln.

Mit dem Projekt „Management von Kompetenzverschiebungen“ macht das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft motivierte Mitarbeiter zu Agenten des Wandels, die den internen Prozess der Digitalisierung begleiten, unterstützen und ihrem Unternehmen so zu einer Digitalisierungsstrategie verhelfen.

Trotz beschleunigter Digitalisierung verfolgen die wenigsten Firmen eine übergeordnete Strategie zur Bewältigung des digitalen Wandels. Nur ein Sechstel der deutschen Unternehmen gibt an, einen Digital-Verantwortlichen eingesetzt zu haben. Laut Branchenverbänden lohnt es sich, personelle Verantwortung zuzuweisen. Ein Modellversuch in Norddeutschland zeigt, wie es gelingen kann, aus Mitarbeitern Digitalisierungsexperten zu machen.

 

Herausforderung Digitalisierungsstrategie: Veränderung muss von Mitarbeitern gelebt werden

Die Digitalisierung wird inzwischen fast ausschließlich als Chance angesehen, trotzdem verzichtet fast jedes vierte Unternehmen auf eine Strategie zur Bewältigung des digitalen Wandels. Rund jedes zweite Unternehmen (54 Prozent) hat in der Vergangenheit in die Entwicklung neuer digitaler Geschäftsmodelle investiert, stellte dann aber zunächst keine Ressourcen mehr bereit. Nur 15 Prozent haben einen Digital-Verantwortlichen eingestellt. Zum Vergleich: Beim Digitalisierungs-Spitzenreiter Finnland gelten 75 Prozent der Unternehmen als digitalisiert, in Dänemark sind es 65 Prozent, in den Niederlanden 60 Prozent. Kurzum: In Deutschland wird die Digitalisierung eher als Selbstläufer angesehen. Eine aktive Strategie verfolgen? Fehlanzeige!

Auf diese Weise werden gerade in kleinen und mittelständischen Unternehmen mangels Fachkräften, Zeit und Geld oft nur technische Innovationen realisiert. Die enormen Gestaltungsmöglichkeiten bleiben auf der Strecke. Denn bei der Digitalisierung spielt nicht nur der Faktor Technologie eine wichtige Rolle. Viel entscheidender ist der Faktor Mensch. Gerade der Mensch steht mit seinen Kompetenzen, Potenzialen und der Fähigkeit zum vernetzten Denken und Arbeiten im Zentrum der digitalen Transformation.

Denn genau diese Methoden- und Sozialkompetenzen sind neben der Beherrschung digitaler Tools unverzichtbar, wenn es um die effektive Umsetzung neuer Technologien geht. Problemlösungskompetenz und die Kommunikationsfähigkeit in Veränderungsprozessen zählen laut Stifterverband zu den Future Skills, die in der Krise und für eine gelingende Exit-Strategie besonders wichtig für Mitarbeiter und Unternehmen werden.

Wie können Unternehmen und Führungskräfte mit ihren Teams eine Haltung entwickeln, mit der mehr Chancen als Probleme erkannt werden? Wie weckt man Lust und Begeisterung für die Gestaltung digitaler Lösungen und Ideen ohne dabei auf dem Bestehenden zu beharren?

 

Beitragsbild Digitalisierungsstrategie

Diese und weitere Fragen klären zwei Digital Scouts im Webinar am Freitag, den 19. Juni, von 11 bis 12 Uhr. Darüber hinaus berichten die Scouts von ihren bereits gemachten Erfahrungen und Herausforderungen rund um das Thema Digitalisierung. Einfach anmelden und Einblicke erhalten – so funktioniert’s: Interessierte können sich kostenlos unter dem folgenden Link anmelden: https://digitalisierung.bnw.de/digitaltag-2020/. Sie haben Rückfragen zum Webinar oder zum Digitaltag? Dann melden Sie sich gerne bei Peter Grünheid. Gern möchten Sie sich zeitunabhängig informieren? Hier geht es zu einem älteren Beitrag über das Projekt ManKom.

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