Selbstorganisation im Homeoffice – so arbeiten Sie produktiver und gewinnen Zeit

Zur Ergänzung des Textes. Mutter und Tochter sitzen vor Kleiderschrnk und arbeiten auf Device.

Selbstorganisation im Homeoffice – so arbeiten Sie produktiver und gewinnen Zeit

Seit dem Corona-Lockdown sind schon Wochen vergangen, die Arbeit zu Hause ist normal geworden. Sie wünschen sich dennoch eine bessere Selbstorganisation im Homeoffice? Dann ist es Zeit, dass Sie Ihre Arbeitsorganisation einmal kritisch unter die Lupe nehmen. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie Ihr Organisationsvermögen verbessern – damit Sie die Vorteile des Homeoffice nutzen und gleichzeitig produktiver arbeiten können.

Zur Ergänzung des Textes. Mutter und Tochter sitzen vor Kleiderschrnk und arbeiten auf Device.
Überlebenstrick für Familien im Homeoffice: Selbstorganisation!

Kein langer Weg mehr ins Büro, mehr Flexibilität bei der Arbeitsgestaltung – die neuen Ausgangsbeschränkungen während der Pandemie machen es möglich, durch die Arbeit im Homeoffice Zeit zu gewinnen. Zeit, die Sie mithilfe einer guten Selbstorganisation für die Familie, Ihre Kinder oder ein gutes Essen verwenden können. Gerade für Familien ist Selbstorganisation wichtig, um alles unter einen Hut zu bekommen und die aktuelle Situation mit „Homeschooling“ und weiteren Herausforderungen zu meistern.

Wer jedoch von zu Hause aus arbeitet, sollte erst seine Selbstorganisation verbessern, um effektiv zu arbeiten. Es klingt paradox, aber wer sich Zeit nimmt, um ein nachhaltiges Organisationssystem zu schaffen, wird langfristig effizienter und produktiver werden. Deswegen geben wir Ihnen vier Tipps für die Selbstorganisation im Homeoffice.

 

Die Coronakrise ist nicht gut genutzt, wenn Sie nicht mindestens eine neue Fähigkeit erlernen. Wir unterstützen Sie dabei! Mehr dazu in unserem ergänzenden Kasten am Ende des Textes.

#1 Minimieren Sie Ablenkungsfaktoren
Wer es gewohnt ist, im Büro zu arbeiten, für den stellt das effektive Arbeiten im Homeoffice eine große Herausforderung dar. Neben der Selbstorganisation wird die Selbstdisziplin noch wichtiger. Denn zu Hause lauern zahlreiche Ablenkungen, die nur zu gerne vor die eigentliche Arbeit geschoben werden. Da im Normalfall aber Ihr Arbeitsvolumen nicht sinkt, sollten Sie sich disziplinieren. Wenn Sie die Hausarbeit während der Arbeitszeit erledigen, türmen sich auf der anderen Seite die Aufgaben, die Sie von Ihrer Führungskraft erhalten. Auch die Rückfragen von Kolleginnen und Kollegen zu Projekten stapeln sich. Und -„schwups“- müssen Sie Ihre Büroarbeit in den Abend schieben. Damit haben Sie letzten Endes keine Zeit gewonnen. Blenden Sie Ablenkung daher konsequent aus. Sollte sich der Gedanke um den Staub auf Ihrem Regal partout nicht verbannen lassen, dann notieren Sie ihn sich – für später. Arbeiten Sie danach wieder konzentriert Ihre Aufgaben ab.

#2 Strukturieren Sie Ihre Zeit so wie im Büro
Regeln für Zeitmanagement und Selbstorganisation im Homeoffice unterscheiden sich nicht prinzipiell von Regeln, die fürs konzentrierte Arbeiten allgemein gelten. Allerdings machen wir uns diese Regeln üblicherweise nicht bewusst. Wir halten uns automatisch einfach an das, was im Büro und in unseren Teams üblich ist. Im Homeoffice sollten Sie sich im eigenen Interesse jedoch mit dem Thema Zeitmanagement und Selbstorganisation auseinandersetzen. Denn die Strukturen funktionieren anders, wenn Sie im Social Distancing arbeiten. Hier sind Sie viel stärker auf sich selbst gestellt. Daher fällt es noch offensichtlicher auf Sie selbst zurück, wenn Sie eine Deadline nicht einhalten. Was in dieser Situation hilft? Eine klare Zeitplanung nach den einfachen Methoden des Zeitmanagements. Schaffen Sie für sich selbst darüber hinaus klare zeitliche Planungen, mit denen Sie sich an den üblichen Abläufen in Ihrer Firma orientieren. Stimmen Sie sich dazu mit Ihrer Partnerin, Ihrem Partner oder – wenn Sie in einer WG leben – Mitbewohnern ab. Strukturen in einer gemeinsamen Wohnung lassen sich nur schaffen, wenn alle diese unterstützen. Ein gut geplanter Arbeitstag, der sich an Pausen, Anfangs- und Endzeiten wie im Unternehmen anlehnt, ist sehr wichtig für das produktive Arbeiten zu Hause. Denn nur so bringen Sie eine grundlegende Organisation in Ihren Arbeitsalltag, an dem sich wiederum die jeweiligen Tätigkeiten ausrichten. Machen Sie sich morgens daher genauso fertig, als würden Sie ins Büro fahren. Ziehen Sie eine klare Linie vor dem Feierabend – indem Sie den nächsten Tag planen und dann kurz Ihren Platz rund um den Laptop aufräumen. Wichtig: Nur mir dieser klaren Trennung schaffen Sie beides: mehr Produktivität und mehr Zeitgewinn.

 

Zur Ergänzung des Textes. Frau fokussiert sich durch Blick durch geformte Finger.#3 Setzten Sie sich mit Ihrer Konzentrationsfähigkeit auseinander
Nicht nur Ihre Tages- und Wochenplanung sollte strukturiert werden, sondern Sie können mit einer guten Arbeitsorganisation auch Ihre Abläufe produktiver gestalten. Durch die Nutzung von Smartphones in Pausenzeiten und anderen Entwicklungen in unserer beschleunigten Gesellschaft, geht die Fähigkeit der tiefen Konzentration immer mehr verloren. Oft vermittelt es uns ein Gefühl der Effizienz, wenn wir zu Hause Job-Mails checken und uns im Büro via WhatsApp verabreden. Doch diese kleinen Unterbrechungen zerlegen unsere Zeit in 1000 Stücke. Sie besetzen kostbaren Raum in unserem Kopf, den wir eigentlich für mehr Konzentrationsfähigkeit benötigen. Denn Konzentrieren – das kommt vom französischen Wort „concentrer“ und bedeutet „zum Mittelpunkt“. Es bezeichnet also die willentliche Fokussierung der Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Tätigkeit. Die populäre Deep Work-Methode (Begriff geprägt von Cal Newport) folgt nur wenigen einfachen Regeln:

 

  • Planen Sie Ihren Arbeitstag nach einem detaillierten Schema. Machen Sie sich bestenfalls schon am Abend zuvor genaue Gedanken darüber, was erledigt werden muss und weisen Sie jeweils bestimmte Zeitfenster zu
  • Eat the Frog – beginnen Sie morgens mit der unangenehmsten Aufgabe, die der Tag bereithält
  • Drehen Sie Ihr Tagwerk um einen Kern aus sorgfältig ausgewählter „Deep Work“. Drei bis vier Stunden unterbrechungsfreier und bewusst gelenkter Konzentration, reichen aus, um die Sphäre der absoluten Konzentration zu erreichen – in welcher die Menschen zu Höchstleistungen fähig sind
  • Die oberflächlichen Tätigkeiten, die Sie nicht umgehen können, legen Sie auf kleine Zeitfenster am Rande seines Zeitplans. In diesen Phasen der seichten Konzentration ist zwar auch Arbeit möglich – bewältigt werden aber lediglich anspruchslose Aufgaben, die niemanden wirklich voranbringen. Diese Pseudo-Arbeit gaukelt Beschäftigung vor, wo sie in Wahrheit nur Zeit vergeudet.
  • Machen Sie daher Pausen – wenn Ihr Geist die Erholung bekommt, die benötigt (nur wenige Minuten), dann können Sie bewusster unterscheiden, was wichtig ist und was nicht.

 

#4 Fügen Sie Ihrer neuen Work-Life-Balance auch die Work-Life-Learn-Balance hinzu
Gerade jetzt in Zeiten von Corona ist Weiterbildung wichtig. Zeit, die Sie im Homeoffice mit einer besseren Selbstorganisation, mehr Effektivität und Produktivität herausarbeiten, können Sie für Ihre berufliche Weiterentwicklung nutzen. Techniken und Methoden des Zeit- und Selbstmanagements, die Sie jetzt erlernen helfen Ihnen, wenn Sie wieder ins Büro zurückkehren, das fokussierte Arbeiten beizubehalten. Auf diese Weise bewahren Sie Ihre neuen Routinen, die Ihnen helfen, mehr freie Zeit mit Ihrer Familie und den Dingen, die Ihnen wichtig sind, zu verbringen.

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Techniken und Methoden der Arbeitsorganisation, Selbstorganisation und des Zeitmanagements können Sie jetzt per Online-Training erlernen. Hier geht es zu Ihrer passenden Online-Weiterbildung.

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Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!
Ihr BNW Redaktionsteam
redaktion@bnw.de

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