Die ultimative Checkliste für deinen gelungenen Lebenslauf

Zur Ergänzung des Textes. Arbeitsmaterialien von Jugendlichen.
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Der Lebenslauf (mittlerweile auch immer häufiger Curriculum Vitae oder einfach nur kurz C.V. oder Vita genannt) gehört zu den mit Abstand wichtigsten Bewerbungsunterlagen. Der Grund dafür ist einfach, denn hier kann der Personalchef binnen kürzester Zeit alles Wissenswerte über den Bewerber und dessen bisherige berufliche Karriere in Erfahrung bringen. Da die meisten Recruiter jedoch nur wenige Minuten ihrer Zeit in das Studium der Vita investieren, sollte das Dokument dementsprechend nicht nur sämtliche relevanten Informationen enthalten, sondern im Optimalfall auch noch optisch ansprechend, plausibel aufgebaut und strukturiert sein. Aber wie sieht so ein rundum gelungener Lebenslauf denn eigentlich genau aus? Welche Informationen sollten auf jeden Fall darin aufgeführt werden? Und wie schaffst du es, dass die Vita nicht nur übersichtlich, sondern außerdem auch frisch und modern daherkommt?

 

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Photo “resume” by Emma Matthews Digital Content Production on Unsplash

 

Bevor wir im nun folgenden Artikel zeigen, wie man binnen kürzester Zeit eine ansprechende Vita zusammenstellt, sei vorab gesagt, dass es sich dabei um eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für einen tabellarischen Lebenslauf handelt. Diese Form hat sich im Laufe der Zeit gegenüber dem sogenannten ausführlichen Lebenslauf durchgesetzt, da sie deutlich übersichtlicher ist und der Personalverantwortliche so viel schneller die benötigten und gewünschten Informationen über den Bewerber und seine Fähigkeiten einsehen kann. Darüber hinaus solltest du darauf achten, dass der Lebenslauf auf maximal zwei DIN A4-Seiten passt und selbstverständlich vollkommen frei von Rechtschreib- und Grammatikfehlern ist.

Tipp: Wer auf Nummer sichergehen möchte, sollte einen Bekannten oder ein Familienmitglied vor dem Versenden der Unterlagen darum bitten, diese noch einmal in Ruhe Korrektur zu lesen.

 

Inhalte, Aufbau und Struktur: So erstellst du den perfekten Lebenslauf

Damit der Lebenslauf selbst den kritischsten Personaler beeindruckt, sollte er alle relevanten Informationen über die eigene Person enthalten und nach Möglichkeit so strukturiert sein, dass der Recruiter alles Wichtige auf den ersten Blick erkennen kann. Daher empfiehlt sich übrigens auch die sogenannte anti-chronologische Auflistung der verschiedenen Inhalte. Das bedeutet, dass die aktuellste Stelle beziehungsweise die letzte Bildungsstation immer ganz oben zu finden ist. Und nun zeigen wir in der folgenden Anleitung, wie man den Lebenslauf optimalerweise aufbaut und strukturiert.

Schritt 1: Die Kontaktdaten und die persönlichen Angaben

Der Lebenslauf sollte stets mit den persönlichen Daten beginnen, damit der Personalchef auch direkt sehen kann, mit wem er es denn eigentlich zu tun hat. Neben dem Vor- und dem Nachnamen sollten hier auch die postalische Adresse (Straße und Hausnummer, sowie Postleitzahl und Ort), die Telefonnummer (Festnetz und Mobil), der Geburtstag und -ort, sowie die E-Mail Adresse genannt werden. Wichtig: Damit die Vita auch gleich von Beginn an seriös wirkt, sollte man definitiv eine authentische E-Mail-Adresse nutzen, die optimalerweise aus dem Vor- und Zunamen besteht. Die Staatsangehörigkeit kann ebenfalls aufgeführt werden, allerdings ist diese Angabe – wie auch die Berufe der Eltern, der aktuelle Familienstand und die religiöse Zugehörigkeit – heutzutage nicht mehr verpflichtend.

Schritt 2: Der schulische und der berufliche Werdegang

Nun folgt das eigentliche Herzstück des tabellarischen Lebenslaufes: Die Angaben zur Schul- und der bisherigen Ausbildung. Zum einen sollte der Personaler hier auf den ersten Blick erkennen können, mit welchem Abschluss und mit welcher Note du die Schulzeit beendet hast. Daher empfiehlt sich auch hier die anti-chronologische Auflistung, sodass die letzte Station ganz oben zu finden ist. Zum anderen sollte aus dem Punkt „Berufsausbildung“ klar hervorgehen, um welche Ausbildung es sich konkret handelt, wo und in welchem Zeitraum sie stattgefunden hat und was die inhaltlichen Schwerpunkte waren. Diese Reihenfolge gilt übrigens auch dann, falls man statt einer Ausbildung ein Studium durchgeführt hat. Außerdem wird der Recruiter auch hier wissen wollen, mit welcher Note man die Ausbildung beziehungsweise das Studium abgeschlossen hat.

Schritt 3: Zusätzliche (Fach-)Kenntnisse

Im nun folgenden Abschnitt kann man die bislang erworbenen (Zusatz-)Qualifikationen und andere besondere Kenntnisse aufführen. Dazu gehören zum Beispiel Fort- und Weiterbildungen, Zertifikate und Empfehlungen, sowie außergewöhnliche Fremdsprachen- oder auch Computerkenntnisse. Und auch die Erwähnung des Führerscheins und der Erhalt von Auszeichnungen (beispielsweise eine mit Bestnoten abgeschlossene Ausbildung) finden hier ihren Platz. Wer bereits Auslandserfahrungen sammeln konnte, kann diese ebenfalls in diesem Abschnitt unterbringen – allerdings sollte dabei klar ersichtlich sein, wann und zu welchem Zweck dieser Auslandsaufenthalt stattgefunden hat.

Schritt 4: Besondere Interessen und Hobbies

Grundsätzlich müssen die persönlichen Interessen und Hobbies nicht zwangsläufig in dem Lebenslauf erwähnt werden. Allerdings bieten sie dem Personaler die Möglichkeit, sich ein noch besseres und umfassenderes Bild von dem Bewerber machen zu können. Man sollte jedoch darauf achten, dass man nicht zu viele Hobbies und Freizeitaktivitäten aufführt – vor allem dann, wenn diese nicht zu der angestrebten Stelle passen oder sogar gefährlich sind (Fallschirmspringen, Freeclimbing oder andere Extremsportarten). Und noch ein Tipp: Die meisten Personaler sehen es gerne, wenn sich die privaten Interessen zumindest im Ansatz mit denen für den Job wichtigen Eigenschaften decken. Wer sich also beispielsweise als Webdesigner bewirbt, sollte auch im Privatleben gerne und häufig mit der Materie zu tun haben.

 

Abschließende Tipps in Sachen Design und Lücken

Da man sich im Normalfall gegen eine Vielzahl an Mitbewerbern durchsetzen muss, um den gewünschten Job auch tatsächlich zu bekommen, darf der Lebenslauf gerne etwas außergewöhnlicher sein. Denn laut den Experten des Online-Magazins t3n bleibt eine kreative Bewerbung eher im Gedächtnis des Recruiters. Zudem kann man sich so viel besser von der Konkurrenz absetzen. Allerdings solltest du dabei nicht übertreiben und auf schlecht lesbare Schriftarten und unpassende Grafikelemente lieber verzichten. Und in Bezug auf die allseits gefürchteten Lücken im Lebenslauf lässt sich sagen, dass diese eigentlich nur dann ein Problem darstellen, wenn sie sich über einen längeren Zeitraum als sechs Monate erstrecken und man sie nicht plausibel erklären kann. Wer also zum Beispiel längere Zeit arbeitssuchend war, sollte diese Zeit nach Möglichkeit sinnvoll genutzt haben, um sich weiterzubilden und sich so mehr Fachwissen anzueignen. Wichtig: Wie auch bei dem Rest der Vita, sollte man hierbei keinesfalls auf Unwahrheiten zurückgreifen, denn wer in seinem Lebenslauf lügt, riskiert damit eine fristlose Kündigung.

Zur Ergänzung des Textes. Bild des Autors.Autor: Sven Schäfer | Lebenslauf.de GmbH

Sven Schäfer arbeitet bereits seit über zehn Jahren als selbstständiger Journalist und Autor für diverse Online-Portale, (Tages-)Zeitungen und Magazine. Seit nunmehr einem Jahr schreibt er unter anderem auch für lebenslauf.de. Dort zeichnet er sich vor allem durch sein Expertenwissen in Bezug auf optimierte Bewerbungsabläufe und die strukturellen Inhalte von Lebensläufen und Anschreiben aus.

Lebenslauf.de GmbH | Deisterstraße 20 | 31785 Hameln | Tel.: 05151 82 129 36     

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