Industriemeister/in Chemie

Geprüfte Industriemeister/in Chemie (IHK)

Durch die Verlagerung von Aufgaben und die zunehmende Arbeitsverdichtung in der Produktion werden Industriemeister heute immer häufiger mit Aufgaben betraut, die nicht mehr dem traditionellen Berufsbild eines Meisters entsprechen. Der Meister nimmt trotz oder gerade we­gen des veränderten Aufgabenzuschnitts weiter­hin eine wichtige Rolle in mittleren Positionen ein.

Nicht zuletzt wegen ihrer betrieblichen Erfahrun­g, ihrer fachlichen Kompetenz und wegen ihrer sozialen Einbindung in die Arbeiter­schaft sind Industriemeister auch künftig durch Ingenieure kaum zu ersetzen. Sie sind heute weniger “autoritäre Respekts­per­son”, sondern vielmehr “kooperative Füh­rungs­kraft”.

Mit der erfolgreich abgeschlossenen Fortbildung zum Industriemeister Chemie IHK  ergeben sich ausgezeichnete Zu­kunftsperspektiven, z.B. durch die Aufstiegsweiterbil­dung zum Technischen Betriebswirt IHK oder durch die Zulassung zum Studium an einer Hochschule.

Wenn Sie eine Anmeldung zum Fortbildungslehrgang zum “Geprüften Industriemeister Chemie IHK” in Betracht ziehen, sollten Sie vorher unbedingt prüfen, ob Sie die Voraussetzungen zur Prüfungszulassung vor der IHK Hannover erfüllen.
 
Die Prüfungszulassung wird ausschließlich von der IHK Hannover geprüft und bescheinigt, nicht vom BNW! Hier der Link zur IHK Hannover:

Die Prüfung der Voraussetzungen erfolgt für jeden Prüfungsteil separat.
 

I. Zur Prüfung im Prüfungsteil „Fachrichtungsübergreifende Qualifikationen“ ist zugelassen, wer Folgendes nachweist:
(zum Zeitpunkt der ersten Prüfung)
  1. Eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf, der den Chemieberufen zugeordnet werden kann oder
  2. eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem sonstigen anerkannten Ausbildungsberuf und danach eine mind. 1-jährige Berufspraxis oder
  3. eine mind. 4-jährige Berufspraxis
II. Zur Prüfung  zum Prüfungsteil „Handlungsspezifische Qualifikationen“ ist zugelassen, wer Folgendes nachweist:
1.   Die abgelegte Teilprüfung „Fachrichtungsübergreifende Qualifikationen“, die nicht länger als fünf Jahre zurückliegt, und
2.   in den in Absatz 1, Nr. 1-3 genannten Fällen ein weiteres Jahr Berufspraxis
Die Berufspraxis soll wesentliche Bezüge zu den Aufgaben eines Geprüften Industriemeisters Chemie  haben. 

Der Fortbildungslehrgang zum “Geprüften Industriemeister Chemie IHK” (m/w) ist in drei Unterrichtsblöcke aufgeteilt:

Block 1: Fachrichtungsübergreifende Qualifikationen

  • Rechtsbewusstes Handeln
  • Kostenbewusstes Handeln
  • Betriebswirtschaftliches Handeln
  • Zusammenarbeit im Betrieb
  • Information, Kommunikation und Planung

IHK-Prüfung zu den Fachrichtungsübergreifenden Qualifikationen

Vorkurs (optional):
Auffrischung naturwissenschaftlich-chemischer Grundlagen

  • Chemische Mathematik (50 Unterrichtseinheiten)

Block 2+3: Handlungsspezifische Qualifikationen

  • Verfahrenstechnik und Anlagentechnik
  • Chemische Prozesse
  • Prozessleittechnik
  • Personalführung und -entwicklung
  • Betriebswirtschaftliches Kostenwesen
  • Verantwortliches Handeln im Betrieb
  • Qualitätsmanagement
  • Information und Kommunikation
  • Syntheseplanung
  • Automatisierungs-/Prozessleittechnik
  • Technologie
  • Betriebscontrolling

IHK-Prüfung zu den “Handlungsspezifischen Qualifikationen”


 

Ausbildereignungsprüfung/AEVO

Der Vorbereitungslehrgang zur Ausbildereignungsprüfung ist nicht Bestandteil dieses Lehrgangs und muss als eigenständige Fortbildung separat gebucht werden.
Die erfolgreich abgelegte Ausbildereignungsprüfung muss spätestens bis zur Zulassung zur Prüfung zum Teil “Handlungsspezifische Qualifikationen” vorliegen.

Alle Informationen auf einen Blick inkl. Kosten und Terminen finden Sie in unseren Kurzinfos Industriemeister Chemie , die Sie im Kasten “Detailinfos” in der Spalte rechts als PDF-Download erhalten.

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BNW Lehrgangsteam:

Tel. 0511 96167-10

Email: Lehrgaenge@bnw.de

Beratungszeiten:
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